11/11/2011Hannover
09.12.2011 19:00
Pavillion (Raum 8- Eingang über Andreas-Hermes-Platz)

Die Repressionen gegen die GegnerInnen des Naziaufmarsches in Dresden sind ein Angriff auf uns alle! Auf unsere Strukturen, auf uns persönlich, vor allem aber auch auf unsere Art Politik zu machen. Entschlossener, organisierter Widerstand wird kriminalisiert und soll gespalten werden. Nicht zuletzt die Diskussionen um Blockadetrainings zeigt, dass es um mehr geht, als eine einzelne polizeiliche Maßnahme. Aber wir lassen uns weder spalten, noch verbieten, ausgrenzen oder stoppen!

Gemeinsam mit der Roten Hilfe Hannover und der [aah] laden wir dazu ein, sich über die Repressionen zu informieren und über Zukünftiges zu diskutieren.

Denn noch ist nach dem Aufmarsch, vor dem Aufmarsch und nur gemeinsam sind wir stark!

04/10/2011Hannover
25.10.2011 19:00
30161 Hannover, Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4
Veranstaltungsreihe Rechtspopulismus und antimuslimischer Rassismus Angriff der Eliten. Ein neues Bündnis von Mob und Elite? 25.10.2011 19:00 30161 Hannover, Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4

Angriff der Eliten

Ein neues Bündnis von Mob und Elite?

Fünf Jahre nach der Einführung von Hartz IV ist eine stabile "Unterschicht" zementiert worden. Wurde im vorletzten Jahr noch die Existenz dieses "Prekariats" thematisiert und die steuerlichen Milliardengeschenke für Banken und Konzerne kritisiert, wird seit eineinhalb Jahren verstärkt über "Integration" und "Leistungsverweigerer" debattiert. Die Devise ist: „Nicht das System produziert Armut, sondern die Armen produzieren Systemstörungen“. Sloterdijk fordert ein Wahlrecht, dass "Leistungsträger" besser stellt, Westerwelle sieht "spätrömische Dekadenz" bei SozialleistungsempfängerInnen und Norbert Bolz streitet gegen die "Denkblockaden die im nachträglichen Kampf gegen die Nazis entstanden sind" und fordert eine rechte Partei. Zuletzt hat Sarrazin es geschafft die Debatten um "Integration", "Selektion" "Sozialsysteme" und "Islam" zusammenzubringen und damit eine Feinderklärung gegen als Moslems markierte Menschen zu verankern.

Referent: Volker Weiß, Autor des Buches “Deutschlands Neue Rechte – Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin”

Ort: Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

03/10/2011Hamburg
23.11.2011 19:00
Centro Sociale, Sternstraße 2

Die Forderung nach ‚Elite‘ hat Konjunktur. Dabei wohnt der Debatte die Tendenz inne, vom Bestehen gesellschaftlicher Funktionseliten auf die Existenz einer generell höher begabten Menschengruppe zu schließen. Die Befähigung zur ‚Elite‘ wird schließlich auf die biologische Disposition einer privilegierten Gruppe zurückgeführt: ihre ‚Rasse‘, vererbte Intelligenz oder genetische Veranlagung.

03/10/2011Hamburg
27.10.2011 19:00
Köllibri, Hein-Köllisch-Platz 11+12

Auf einmal interessieren sich auch Konservative für die Probleme von Homosexuellen - nämlich wenn diese Opfer von Gewalt werden, die von „Fremden“ ausgeht. Diese werden von ihnen einer „rückständigen“ und „andersartigen“ Kultur zugeordnet, von der sie sich selbst abheben möchten. Selbst Linken gilt „der Westen“ als Quelle sexueller Emanzipation schlechthin und „der Islam“ wiederum als monokausal verantwortlich für sexualrepressive Zustände und die Verfolgung von „Schwulen“ im Nahen Osten.

17/05/2011Berlin
02.06.2011 19:30 - 23:00
Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130/ U-Kottbusser Tor
17/05/2011Berlin
28.05.2011 10:00 - 20:00
Schule für Erwachsenenbildung (SFE), Mehringhof

 

Mit der Krise sind Rassismus und Sozialchauvinismus in den politischen Alltag zurückgekehrt. Unter Druck geraten vor allem Erwerbslose, prekär Beschäftigte und Menschen, denen eine "migrantische", insbesondere "muslimische" Identität zugeschrieben wird. Doch auch der Rest der Gesellschaft wird aufgemischt. Die Hetze gegen vermeintliche "Sozialschmarotzer" und "Integrationsverweigerer" ist der Soundtrack einer allgemeinen Verschärfung kapitalistischer Standortpolitik. So werden im Rahmen der "Integrationsdebatte" ganz allgemein verschärfte Anforderungen kapitalistischer Verwertbarkeit durchgesetzt. Der nationale Wettbewerbsstaat macht mobil, und alle müssen mitmachen.

 

Das Zusammenspiel von Rassismus und Sozialchauvinismus bestätigt gesellschaftliche Zwänge und spaltet die Betroffenen. Wo rechtspopulistische Vordenker_innen rhetorische Tabus gebrochen haben, kann staatstragende Politik um so unbeschwerter "durchregieren". Während soziale Garantien gestrichen und gesellschaftliche Risiken privatisiert werden, steigt in der Mehrheitsgesellschaft das Bedürfnis nach Ab- und Ausgrenzung. Integrationsdebatte und Alltagsrassismus verschärfen die Marginalisierung von Migrant_innen.

 

Grundsätzliche Kritik an dieser Entwicklung ist kaum vernehmbar, von wirkungsvoller Gegenwehr ganz zu schweigen. Viele eingeschliffene Praxisformen und Konzepte der radikalen Linken scheinen ins Leere zu laufen. Höchste Zeit, die eigene politische Arbeit zu hinterfragen und weiter zu entwickeln, inhaltlich wie strategisch. Aus diesem Grund lädt das Berliner Bündnis gegen Rassismus und Sozialchauvinismus für den 28. Mai 2011 zu einem Workshoptag in den Mehringhof ein. Wir wollen das Zusammenspiel rassistischer und sozialchauvinistischer Ideologien untersuchen, unsere Begriffe abgleichen, uns vernetzen und gemeinsam neue Handlungsperspektiven entwickeln.

 

Das Workshop-Programm ist in drei Themengebiete gegliedert: Sozialchauvinismus, Rassismus und Rechtspopulismus. Zu jedem Themengebiet gibt es einen Einführungsworkshop, mehrere Vertiefungsworkshops und einen Workshop zu Handlungsperspektiven. Auf einem abschließenden Plenum wollen wir den Tag auswerten und Pläne schmieden. Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion.

Beteiligte Gruppen: FelS (Für eine linke Strömung), Antifaschistische Jugendaktion Kreuzberg (AJAK), Antifa Friedrichshain, Avanti - Projekt undogmatische Linke, Linksjugend ['solid] Berlin, communisme sucré, Grüne Jugend Berlin, Bündnis "Rechtspopulismus stoppen!", AK "Marginalisierte - gestern und heute", Internationale Kommunist_innen, Antirassistische Initiative (ARI), Theorie Organisation Praxis (TOP B3rlin) und andere.
04/05/2011Dresden

Ein Hauch von Realitätsverlust wurde uns und anderen vor drei Jahren attestiert, die den stetig wachsenden Aufmarsch von Neonazis in Dresden verhindern wollten. Von den Strapazen vom Februar erholt, sind wir immer noch etwas ungläubig über das Erreichte. Nach drei Jahren antifaschistischer Kampagne gegen den Naziaufmarsch in Dresden ziehen wir nun Bilanz.

20/02/2011Bundesweit

¡No Pasaran!

Durch die Entschlossenheit von tausenden AktivistInnen, die langfristige und akribische Vorbereitung in regionalen und bundesweiten Strukturen und die spektrenübergreifende Mobilisierung ist es wieder gelungen: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden verhindert!

Etwa 20.000 Menschen beteiligten sich an den Massenblockaden von no Pasarán und Dresden nazifrei. Über 250 Busse dem Bundesgebiet und Nachbarländern sind nach Dresden gefahren. Die von Polizei und Justiz verordnete "Lagertrennung" ist komplett gescheitert. Die Polizei versuchte diese durch brutale Gewalt durchzusetzen, dennoch wurden immer wieder Polizeiabsperrungen durchbrochen und die Naziroute besetzt. Dem ordnungspolitischen Allmachtswahn der Dresdner Staatsapparate konnten so seine Grenzen aufgezeigt werden. Doch die Staatsmacht erwies sich als schlechter Verliererin, Als die Busse bereits wieder losgefahren waren nahm die Polizei Revanche. Vermummte Polizeieinheiten und LKA stürmten ein Büro von Dresden nazifrei und nahmen einige AktivistInnen unter absurden Vorwürfen fest.

Etwa 100 Nazis griffen das linke Projekt "Die Praxis" in Löbtau an, einige randalierten in ihren Polizeikesseln. Die Nazis versuchten an verschiedenen Orten eine Demo durchzusetzen, scheiterten jedoch überall. Insgesamt war der Tag für die Nazis ein grandioses Fiasko und für die antifaschistische Bewegung ein weiterer großer Erfolg!

Wir danken allen Aktivistinnen und Aktivisten herzlich!

 

"Der Rechte Rand" hat eine "Dresden Extra"-Ausgabe veröffentlicht

13. Februar Kurzauswertung

Presseberichte zum 13.2: Freitag, taz, dnn, dnn(II), Kulturzeit, Zeit, ND, FR, SZ, Sächsische Zeitung, SPON, JW

Bericht von leftvision zum 19.2.

Foto-Slideshow mit Bildern vom 13. und 19.2. in Dresden.

15/02/2011Berlin
16.02.2011 19:00 - 21:00
Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130

Aktuelle Infos, Vorstellung des Blockadekonzepts, Buskartenverkauf,

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