11.04.2014 19:00 - 13.04.2014 15:00
TU Berlin

Im Zeichen der Krise nehmen Rassismus und Nationalismus in vielen Ländern in Europa drastisch zu. Die antifaschistische Bewegung tut sich mit der Analyse dieses europäischen Rechtsruck schwer. Zudem steht die antifaschistischen Bewegung hierzulande vor vielen offenen Fragen. Der Kongress „Antifa in der Krise“ will Gelegenheit zur Analyse, Debatte und Intervention bieten.

Aktuelle Informationen zum Programm, Anmeldung etc.

Antifa in der Krise

Eine Initiative der Interventionistischen Linken

13.02.2014 13:00 - 21:00
Dresden

Sie lassen nicht locker: Seit vielen Jahren versammeln sich Nazis am und um den 13. Februar in Dresden zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wollen sie die Geschichte verdrehen und verbreiten den Mythos von der „unschuldigen Stadt“. Die von der Stadt betriebene problematische Tradition des "stillen Gedenkens" bietet zusätzlich Anschlusspunkte, und so konnte sich in Dresden zeitweilig der größte Naziaufmarsch Europas etablieren. Durch die solidarische Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Bündnispartner_innen konnte das gemeinsame Ziel erreicht und die Nazis in Dresden gleich im ersten Anlauf gestoppt werden. Auch in den folgenden Jahren haben tausende Gegendemonstrant_innen Zivilen Ungehorsam geleistet und sich damit gegen Rassismus und Geschichtsrevisionismus positioniert.

Update: Die Nazis haben ihre Demonstration abgesagt und wollen, wenn überhaupt, statt dessen eine Kundgebung vor der Frauenkirche abhalten. Sie schreiben: "Die Erfahrungen der vergangenen Jahre machen deutlich, daß durch das – bewußte oder unbewußte – Zusammenwirken der unterschiedlichen Kräfte ein Aufzug auch 2014 unmöglich gemacht werden wird." Jahrelange Blockaden von Dresden Nazifrei haben offensichtlich enorm zermürbend gewirkt.

Dennoch werden wir am 13. Februar 2014 wieder, wie seit 2009 (Auswertungspapier 2011), nach Dresden mobilisieren, um Nazis zu blockieren und mit Täterspuren gegen die Verdrehung der Geschichte vorzugehen. Zudem geht es in diesem Jahr darum die Solidarität mit Tim, Lothar und vielen weiteren AntifaschistInnen zu zeigen, die von der staatlichen Repression in Sachsen betroffen sind.

Aus Berlin fahren am 13. Februar wieder Busse (Karten zu 10 Euro im Red Stuff, Waldemarstr. 110)

Auch ein Mobiclip und ein Kinoclip sind 2014 entstanden. Zudem ist ein Buch erschienen, das sich mit dem Prozess gegen Lothar König beschäftigt. Aktuelle Infos wie immer bei Dresden Nazifrei    

07/01/2014Berlin

Die aktuelle rassistische Protestwelle gegen die Unterkünfte von Geflüchteten wird oft mit der Situation in den frühen 1990er Jahren verglichen. Bis November 2013 wurden mit 21 Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte doppelt so viele Angriffe gemeldet wie im Vorjahr und laut dem TV-Magazin Report Mainz mischte die NPD bundesweit bei 47 Aufmärschen mit. Der »braune Dienstag« in Berlin-Hellersdorf am 9. Juni 2013, als sich eine Versammlung unter tatkräftiger Mithilfe von Neonazis in einen rassistischen Mob verwandelte, die Angriffe auf eine Unterkunft von Roma in Duisburg  oder die Fackelmärsche in der sächsischen Kleinstadt Schneeberg, an denen sich über 1.500 Menschen beteiligten, deuten auf eine neue Konjunktur rassistischer Mobilisierung hin.Wir wollen uns im Folgenden mit den aktuellen politischen Bedingungen beschäftigen und die politischen Unterschiede zur Situation Anfang der 1990er Jahre herausarbeiten. Wir wissen, dass wir zum Teil nur Schlaglichter werfen und Eindrücke schildern, aber wir hoffen, damit eine notwendige strategische Debatte in der Antifa anzuregen.

12/12/2013Berlin
11.01.2014 22:00 - 23:59
SO 36, Oranienstr. 190

 

Der Antifaschist Tim soll bei der Blockade von Europas größtem Naziaufmarsch in Dresden mit einem Megafon und den Worten „Kommt nach vorne“ zum Durchbrechen einer Polizeikette aufgerufen haben. Dafür verhängte das Amtsgericht Dresden eine Gefängnisstrafe von 22 Monaten ohne Bewährung.In den nächsten Monaten wird der Prozess vor dem Landgericht Dresden neu verhandelt. Dafür brauchen wir noch Geld und eure Solidarität!

 

DJs: Boogie Dan (B,HipHop), Sega Lee (HH, female HipHop), Kombinat Pogopop (B, all time favs)

 

11/11/2013Berlin
23.11.2013 15:00 - 18:00
U-Samariterstr.

Am 21.11.1992 wurde der Antifaschist und Hausbesetzer Silvio Meier auf dem U-Bahnhof Samariter Str. von Neonazis ermordet. Dies geschah inmitten einer Hochphase von rechter Gewalt in Deutschland, als Asylheime in Lichtenhagen und Wohnhäuser in Mölln und Solingen brannten.

Zum 21. Jahrestag werden wir auf die Straße gehen. Eine Besonderheit ist, dass die Demo durch die Silvio-Meier-Straße gehen wird: Gegen den aktuellen rassistischen Diskurs, Neonazis und der staatlichen Repression!

29/10/2013Berlin
02.11.2013 19:00 - 22:00
Versammlungsraum Mehringhof, Gneisenaustr 2a

Im Rahmen der aktuellen Krise erstarken die Nazis in vielen Ländern Europas, darunter besonders in Griechenland. Hier kommt es zu Angriffen auf MigrantInnen, Geflüchtete und Linke. Selbst Morde sind keine Ausnahme mehr. Zuletzt wurde am 18. September der antifaschistische Rapper Pavlos Fyssas in Athen von Mitgliedern der Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) und anderen Neonazis ermordet.

Dies löste eine Welle der Empörung und Repression gegen Chrysi Avgi aus, die im starken Gegensatz zur bisherigen Haltung von Staat, Medien und Gesellschaft steht. Hatten sie zuvor Morde und Übergriffe der Nazis ignoriert oder sogar unterstützt, wurden am 28. September alle führenden Köpfe von Chrysi Avgi unter der Anschuldigung, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein, verhaftet. Selbst die Polizei, die entweder durch Unterstützung oder Abwesenheit während rassistischen Angriffen geglänzt hatte, soll von Neonazis "gesäubert" werden. Es kam bereits zu Durchsuchungen von Polizeistationen und Verhaftungen durch eine interne Ermittlungskommission.

02/10/2013Berlin
02.11.2013 20:00 - 23:59
SO 36, Oranienstr. 190

2003 wurde die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) als eines der Nachfolgeprojekte der Antifaschistischen Aktion Berlin (AAB) gegründet. Mit viel Energie wurden Großevents, wie die alljährlichen revolutionären 1. Mai-Demos und die Gedenkdemos an Silvio Meier, die Proteste gegen den G8-Gipfel 2007, Blockaden von Neonaziaufmärschen wie in Dresden oder die Großdemos in der Blockupy-Bewegung in Frankfurt organisiert. Mittlerweile ist die ALB zehn Jahre alt und dies soll ein Grund zum feiern sein!!!
Eine der ersten Aktionen in der Geschichte der Gruppe war die Organisierung eines großen Konzerts mit der linken katalanischen Ska-Punk-Band Obrint Pas im Frühjahr 2003 – ein guter Grund, die alten Weggefährten mal wieder zu treffen.

• LIVE: Obrint Pas & Hasenscheisse
• Party: mit Kombinat Pogopop, DJane the Bride & ALB Allstars

Karten demnächst (!!!) im Vorverkauf bei: Red Stuff, Disorder Rebel Store & Core Tex (VVK: 10 Euro, AK: 13 Euro

20/08/2013Berlin
21.08.2013 20:00 - 22:00
K9, Kinzigstr. 9, Friedrichshain

Am 19.8. haben die ersten Geflüchteten die Unterbringung in der Carola-Neher-Str. in Hellersdorf bezogen. Wie zuvor befürchtet war, hat sich ein rassistischer Mob aus AnwohnerInnen und organisierten Nazis zusammengefunden. Es wurden rassistische Parolen gebrüllt, der "Hitler-Gruß" gezeigt und versuchte Angriffe auf Antifaschist_innen unternommen. Die Stimmung war bedrückend, obwohl im Laufe des Abends mehrere hundert Antifaschist_innen und Antirassist_innen zum Teil bis in die späte Nacht hinein ihre Solidarität zeigten. In den nächsten Tagen versuchen verschiedene extrem rechten Organisationen die rassistische Stimmung für sich zu nutzen und weiter anzuheizen.

Interview bei Radio Dreyeckland

13/08/2013Berlin

Artikel in ak: 585 zur Situation in Hellersdorf

Die Stimmung bei der Bürgerversammlung am 9. Juli 2013 in Berlin-Hellersdorf werden anwesende AntifaschistInnen nicht so schnell vergessen. Vom »braunen Dienstag« ist danach die Rede, von »Pogromstimmung« und von »Hellersdorf-Lichtenhagen«.

Was war passiert? Etwa 800 Menschen waren an diesem Dienstag zu einer Versammlung gekommen, bei der der Bezirk die AnwohnerInnen über ein neues Heim für Flüchtlinge informieren wollte. Unter dem Applaus Hunderter AnwohnerInnen heizten zahlreiche Nazis von NPD und Kameradschaften die Stimmung an. Anwesende Antifas und FlüchtlingsaktivistInnen waren von der offen rassistischen und aggressiven Atmosphäre sichtlich schockiert.

Die BezirksvertreterInnen ließen die »Wortergreifungsstrategie« der Nazis tatenlos geschehen. Entgegen der Empfehlung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) und den Hinweisen von Antifas wurden auch bekannte Nazis wie Maria Fank vom Ring nationaler Frauen an das Mikro gelassen.

08/08/2013Bundesweit

In Bad Nenndorf bei Hannover wurde am Samstag, den 3. August der jährliche Naziaufmarsch verhindert. Zum ersten Mal seit 2006 gab es eine Massenblockade direkt auf der Nazistrecke die dafür sorgte, dass die Nazis ihr Ziel, das Wincklerbad nicht erreichen konnten. Für erste Störungen sorgte eine Ankettaktion am Bahnhof. Diese wurde zum Anlass genommen den Schienenverkehr einzustellen und wurde so zu einer Verzögerung in der Anreise der Nazis. Es gab entschlossene Durchbruchsversuche in Richtung Aufmarschroute der Nazis.
Vor dem Wincklerbad schlossen sich mehrere hundert Menschen aus Bad Nenndorf den Blockierer_innen an. Innerhalb dieser Menge gab es weitere Ankettaktionen mit Fahrradschlössern und erneut eine Betonpyramide. (Berichte vom Protest bei taz, ND und Bilderstrecke)

Die Initiative "Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf" hatte bereits im Vorfeld offensiv zu Massenblockaden in Bad Nenndorf aufgerufen. Neben der Freude über die erfolgreichen Aktionen, wird das Vorgehen der Polizei kritisiert, denn obwohl schnell absehbar war, dass die Blockade nicht rechtzeitig geräumt werden konnte, um den Naziaufmarsch wie geplant durchzusetzen, räumte die Polizei mit teilweise schmerzhaften Methoden. Der zuständige Ermittlungsausschuss kritisiert die Praxis der Polizei Fotos von Gegendemonstrant_innen bei Facebook einzustellen.

Auf Naziseite (Bilder: hier, hier und hier) wurde die Teilnehmendenzahl vom letzten Jahr unterboten. Nur rund 250 Nazis kamen nach Bad Nenndorf. Weitere Infos IL Hannover

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