Diese Erklärung ist absehbar die letzte, die wir als „Avanti – Projekt undogmatische Linke“ unterzeichnen. Sie ist dennoch kein Auflösungspapier. Wir berichten nicht von Zerwürfnissen oder Scheitern, sondern von unserem gemeinsamen Aufbruch – in und mit der Interventionistischen Linken (IL), die im Begriff ist, zu einer lokal verankerten, bundesweit handlungsfähigen und europäisch vernetzten linksradikalen Organisation zu werden.

Am Sa. den 5.7. finden in Hamburg und Berlin Demonstrationen für die Rechte von Refugees statt.

In Berlin wird nach den skandalösen Ereignissen rund um die besetzte Schule in der Ohlauer-Str. unter dem Motto "Eine Bewegung lässt sich nicht räumen! Bleiberecht für Alle!" demonstriert.

In Hamburg findet die Demonstration "Anerkennung, Bleiberecht und Arbeitserlaubnis jetzt!" mit und für Lampedusa in Hamburg statt.

Wir rufen zu beiden Demonstrationen auf.

Berlin: 14 Uhr, Hermannplatz (U7/U8) [Aufruf | English Call]
Hamburg: 12 Uhr, Hachmannplatz/Hbf

29/05/2014Bundesweit

Wir melden uns zu den Ereignissen in der Ukraine zu Wort, auch wenn wir über die Frage der richtigen Strategie und der richtigen Bündnispartner_innen für Antikriegsaktionen nicht in allen Details einig sind. Wir hegen ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber einfachen Antworten, gegen die Tendenz, entweder für den Westen oder für Russland sein zu sollen, für oder gegen den Maidan oder Anti-Maidan, für oder gegen die umstrittenen Montagsmahnwachen.

07.06.2014 (All day)
Dresden

Am 7. Juni 2014 wollen Neonazis zum "Tag der deutschen Zukunft in Dresden aufmarschieren. Wir sehen in der örtlichen Verlegung dieses Nazi-Events, das in den letzten fünf Jahren in unterschiedlichen norddeutschen Städten stattgefunden hat, den Versuch der Neonazis, sich neu zu orientieren und den Aufmarsch dort zu veranstalten, wo sie meinen, bessere Strukturen und größeres Mobilisierungspotential zu haben.

Das wollen wir verhindern und jegliche Hoffnung der Nazis, ihren Aufmarsch dadurch bundesweit bedeutsamer werden zu lassen, zu Nichte machen. Deshalb unterstützen wir den Aufruf zu den Gegenprotesten und rufen dazu auf, gemeinsam mit uns im Juni nach Dresden zu fahren: Kein Tag der Deutschen Zukunft - weder in Dresden, Norddeutschland noch sonstwo!

Interventionistische Linke (IL)

14/05/2014Bundesweit

Im Zuge der Eurokrise wurden Miet- und Hypothekenschulden, Zwangsräumungen und in der Folge die Unsicherheit des eigenen Wohnraums für zahlreiche Menschen zu einer alltäglichen Erfahrung. Bestehende oder geplante Schutzrechte für Wohnraum gerieten gleichzeitig auf Betreiben der 'Troika' – der Europäischen Kommission, der EZB und dem IWF - und nationalen Regierungen unter Druck. Trotzdem gelang es Betroffenen in vielen Fällen, sich selbstorganisiert zur Wehr zu setzen, etwa mit Blockaden von Zwangsräumungen, erfolgreichen kollektiven Beratungen zur Unterstützung individueller Fälle oder der Wiederaneignung leerstehender Häuser. In einer Veranstaltungstour werden Aktivist_innen von Solidarity4all (Griechenland), der Plattform der Hypothkenbetroffenen PAH (Spanien) und von Action - Diritti in Movimento (Italien) über die Kämpfe um Wohnraum in ihren Ländern und Städten berichten.

Mo, 26.5., 19 Uhr - Berlin
Jockel Biergarten, Ratiborstr. 14 c (Kreuzberg 36)
Di, 27.5., 19 Uhr - Hamburg
Gängeviertel, Valentinskamp 39
Mi, 28.5., 19 Uhr - Bremen
Paradox, Bernhardstraße 12
Do, 29.5., 17 Uhr - Köln
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3
Fr, 30.5., 18 Uhr - Göttingen
Rotes Zentrum, Lange-Geismar-Straße 3
Sa, 31.5., 12 Uhr - Leipzig
im Rahmen des BUKO: http://www.buko.info/buko-kongresse/buko-36

Veranstalter_innen: Interventionistische Linke (IL), Blockupy, Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)

13.02.2014 13:00 - 21:00
Dresden

Sie lassen nicht locker: Seit vielen Jahren versammeln sich Nazis am und um den 13. Februar in Dresden zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wollen sie die Geschichte verdrehen und verbreiten den Mythos von der „unschuldigen Stadt“. Die von der Stadt betriebene problematische Tradition des "stillen Gedenkens" bietet zusätzlich Anschlusspunkte, und so konnte sich in Dresden zeitweilig der größte Naziaufmarsch Europas etablieren. Durch die solidarische Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Bündnispartner_innen konnte das gemeinsame Ziel erreicht und die Nazis in Dresden gleich im ersten Anlauf gestoppt werden. Auch in den folgenden Jahren haben tausende Gegendemonstrant_innen Zivilen Ungehorsam geleistet und sich damit gegen Rassismus und Geschichtsrevisionismus positioniert.

Update: Die Nazis haben ihre Demonstration abgesagt und wollen, wenn überhaupt, statt dessen eine Kundgebung vor der Frauenkirche abhalten. Sie schreiben: "Die Erfahrungen der vergangenen Jahre machen deutlich, daß durch das – bewußte oder unbewußte – Zusammenwirken der unterschiedlichen Kräfte ein Aufzug auch 2014 unmöglich gemacht werden wird." Jahrelange Blockaden von Dresden Nazifrei haben offensichtlich enorm zermürbend gewirkt.

Dennoch werden wir am 13. Februar 2014 wieder, wie seit 2009 (Auswertungspapier 2011), nach Dresden mobilisieren, um Nazis zu blockieren und mit Täterspuren gegen die Verdrehung der Geschichte vorzugehen. Zudem geht es in diesem Jahr darum die Solidarität mit Tim, Lothar und vielen weiteren AntifaschistInnen zu zeigen, die von der staatlichen Repression in Sachsen betroffen sind.

Aus Berlin fahren am 13. Februar wieder Busse (Karten zu 10 Euro im Red Stuff, Waldemarstr. 110)

Auch ein Mobiclip und ein Kinoclip sind 2014 entstanden. Zudem ist ein Buch erschienen, das sich mit dem Prozess gegen Lothar König beschäftigt. Aktuelle Infos wie immer bei Dresden Nazifrei    

16/01/2014Bundesweit
26.01.2014 10:30 - 17:30
DGB‐Haus, Wilhelm‐Leuschner‐Str. 69‐77, Frankfurt/M

Die europäische Blockupy Aktionskonferenz im November war ein starker Aufbruch. Über 450 Leute aus 15 Ländern beschlossen: Blockupy  wird auch 2014 da sein – als ungehorsamer  Massenprotest gegen die Verarmungs- und Verschuldungspolitik und die  autoritäre Politik des Troika-Krisenregimes, gegen Rassismus und Nationalismus, für wirkliche Demokratie. Am Sonntag, 26. Januar findet in Frankfurt am Main ein bundesweite Aktiven‐ und Bündnistreffen statt. Alle Infos unter blockupy-frankfurt.org

Wir haben uns am 21.12.2013 an der von der Polizei verhinderten bundesweiten Demonstration für die Rote Flora mit dem Block "Recht auf Stadt kennt keine Grenzen" beteiligt. Unser Ziel war ein kraftvoller, ausdrucksstarker und vielfältiger Block, bei dem die Kämpfe um Recht auf Stadt, insbesondere um die Esso-Häuser und den Erhalt der Roten Flora, sowie um das Bleiberecht aller Flüchtlinge zusammen auf die Straße gebracht werden sollten.

Es sind inzwischen schon einige Worte zu dem Vorgehen der Polizei und der Eskalation gefallen: Es gibt bereits eine Stellungnahme der Demovorbereitungsgruppe, von der Initiative Esso Häuser und von Aktivist_innen aus dem Netzwerk Recht auf Stadt. Diesen Vielklang wollen wir hier um unsere Perspektive erweitern.

17/09/2013Bundesweit

In der Zeitungs analyse&kritik haben wir im Vorfeld der bundesweit stattfindenden Demonstrationen am 28.09.2013 folgenden Artikel veröffentlicht.

»Die Eigentumsfrage stellen« - mit dieser Aufforderung endete in den letzten Jahren so mancher Artikel zu Abwehrkämpfen aller Art. Doch wie und warum stellt man die Eigentumsfrage? Das Fragen ist Indiz für die Ohnmacht, mit der linke Politik trotz vieler Mobilisierungserfolge der Trägheit des Bestehenden gegenübersteht.

Aus verschiedenen Ecken der radikalen Linken ist hier die Forderung »Wohnraum Vergesellschaften« laut geworden (1) - doch wie soll das konkret aussehen? Anhand von Beispielen auf lokaler und kommunaler Ebene wollen wir Möglichkeiten und Grenzen kollektiver Organisation von Wohnraum betrachten.

06/09/2013Bundesweit

Die Mieten in vielen Städten explodieren, unkommerzielle Projekte wie soziale Zentren, Jugendclubs, besetze Häuser oder Bauwagenplätze sind bedroht. Menschen, die sich die hohen Mieten nicht leisten können oder wollen, werden aus den Innenstädten verdrängt, die soziale Ungerechtigkeit nimmt weiter zu.

Am 28. September gingen deshalb in mehreren deutschen Städten tausende Menschen unter dem Motto "Keine Profite mit der Miete! Die Stadt gehört allen" auf die Straße. Gemeinsam kämpfen wir gegen steigende Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungen. Wohnraum vergesellschaften!

Bericht aus Hamburg (Fotos)

Bericht aus Berlin

Mehr Infos beim bundesweiten Bündnis

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