Rückblick

6. AntiRa-Fussballturnier

Die Organisator_Innen hatten schon früh am Morgen auf dem Platz der Moorbekschule mit dem Aufbau begonnen hatten, und so konnte das Turnier pünktlich um 11 Uhr starten. Nachdem sich alle Teams um das Orga-Zelt versammelt hatten, folgte eine kurze Ansprache, in der der Geist der Veranstaltung noch einmal erläutert wurde. In solidarischer Atmosphäre und erheiterter Stimmung konnte es dann losgehen.

Da auf Kleinfeldern gespielt wurde, mussten einige Spielregeln weichen, was jedoch ganz im Sinne des Turniers war, da es erstens nicht zwingend ums Gewinnen und zweitens (trotz sportlichem Ehrgeiz) die Fairness und das Miteinander im Vordergrund stehen sollte. Der Strafraum wurde z.B. durch ein Hütchen am Spielfeldrand gekennzeichnet. Die Spielergebnisse wurden vertrauensvoll und verlässlich von jeweils einem der Spieler_Innen an die Spielleitung weitergegeben. Diese wurde, wie in den letzten Jahren, gemeinsam mit dem Infoarchiv Norderstedt organisiert, was maßgeblich zu dem reibungslosen Ablauf beitrug. Dass es keinen Ärger gab, lag aber nicht zuletzt am hervorragenden Teamgeist der Spieler_Innen, die sich auch in kniffeligen Situationen selbst geeinigt haben. Schiedsrichter gab es ohnehin nur zum Halbfinale und Finale, und jede unnötige Auseinandersetzung hätte wertvolle Zeit gekostet, da die einzelnen Spiele nur 8 Minuten dauerten.

So schafften wir es auch pünktlich gegen 16 Uhr das Turnier mit einer sehr lustigen Preisverleihung zu beenden.




Den ersten Platz belegte das Team "Nordkaos", eine sehr engagierte Fußballvereinigung mit politischem Anspruch, die folgend den kleinen, pinken Ball mit nach Hause nehmen durfte.
Da die Spieler des 2. und 3. Teams sich kennen und in ihrer Freizeit gemeinsam Fußball spielen, dürften die Teamnamen nur folgerichtig sein.  Die 2. und 3. Platzierung ging an "Hose wie Jacke" (zweiter Platz) und "Jacke wie Hose" (dritter Platz).

Auf dem Foto der Siegerehrung ist neben der guten Stimmung übrigens auch die köstliche Verpflegung dokumentiert worden. Der vegane Döner zum Selbstkostenpreis (3 €) begeisterte nicht nur Vegetarier_Innen und Veganer_Innen. Vielen Dank für das Infomaterial und super Catering an "BULG" und das Vokü-Team, das u.a. auch das Schall und Rausch-Festival, die Rote Flora und LIZ bekocht.

Zurück zur Preisverleihung:
Den größten und chromglänzenden Fairnesspokal gewann das Team "Orthopädie Ü 30" (früher Psychosoziales Zentrum). Uns freute das ganz besonders, denn dieses Team ist nicht nur ein langjähriger und zuverlässiger Begleiter und Bestandteil des Antira-Turniers. Es stellt auch den ältesten Mitspieler (66), der sichtlich erfreut und unter viel Applaus den Pokal in Empfang nahm.

Ebenfalls dankend erwähnt sei das Infomaterial, das von Avanti Norderstedt und dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein gestellt  wurde.Gefreut haben wir uns auch über die Teilnahme von "Durchblick" - eine Gruppe von Flüchtlingen und ihren BegleiterInnen von "Lifeline". Dieser Verein organisiert seit 2004 gesetzliche Vertretungen für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Schleswig-Holstein. Wir hoffen sie auch nächstes Jahr wieder bei unserem Turnier begrüßen zu können.
     
Uns, den Organisatorinnen und Organisatoren der Veranstaltung, ist es besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass im Fußball neben einer großen rassistischen Problematik immer noch sexistische und homophobe Einstellungen vorherrschen. Wir möchten erreichen, dass kein Mensch aufgrund Herkunft, Geschlecht oder Fähigkeiten diskriminiert oder ausgegrenzt wird und laden auch nächstes Jahr wieder alle, die auch dafür einstehen, dazu ein, am Turnier teilzunehmen und auch das Soziale Zentrum aktiv oder passiv mitzugestalten und/ oder zu unterstützen!

Vielen Dank an Euch alle für die gute Stimmung, wenig Stress, für viel Spaß und ‚togetherness‘ ;)