20 Jahre nach den Pogromen - Veranstaltungen in Hamburg

Das Problem heißt Rassismus

Vor 20 Jahren griff ein rassistischer Mob, angeheizt durch Medien und etablierte Politik, unterstützt und angeleitet von organisierten Neonazis, in Rostock-Lichtenhagen Unterkünfte von MigrantInnen und Flüchtlingen an. Die Bilder gingen um die Welt. Die Ereignisse bedeuteten einen Paradigmenwechsel für die sich im nationalistischen Wiedervereinigungs-Taumel befindliche BRD. Nur wenige Wochen nach dem Pogrom das Grundrecht auf Asyl mit breitem Konsens abgeschafft. Rassismus und Nationalismus entluden sich weiterhin ungehemmt und sind noch bis heute in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen in weiten Bevölkerungskreisen vertreten. Für die beteiligten Organisationen ist dies Anlass in Veranstaltungen und Aktionen an das Pogrom vor 20 Jahren zu erinnern, sowie Rassismus und Neofaschismus in Deutschland damals wie heute als auch mögliche Gegenstrategien zu diskutieren.

 

Veranstaltungen in Hamburg:

Film und Diskussion – “The truth lies in Rostock”
Der Dokumentarfilm von 1993 zeigt den Ablauf und die Hintergründe des Pogroms sowie Interviews mit Opfern, verharmlosenden Politikern, teilnahmslosen Polizisten, Nazis, Bürgern und Antifaschist_innen.
Nach dem Film soll Gelegenheit zur Diskussion mit Zeitzeug_innen sein (angefragt).
Sonntag 29.7., 12 / 17 Uhr / Metropolis-Kino, Dammtorstrasse
Sonntag 12.8., 12 / 20 Uhr / 3001-Kino Schanzenstrasse

 

Antifa-Café
“20 Jahre nach den Pogromen – das Problem heißt Rassismus”
Infoveranstaltung zu Kundgebung und Demo in Rostock-Lichtenhagen am 25.8.12.
Freitag 3.8., 12 / 20 Uhr / Hafenvokü, Hafenstraße 116

 

Veranstaltung im Rahmen der ATESH-Kneipe:
“Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen:
Seine Folgen, die Rolle der BRD und ihr institutionalisierter Rassismus von Lichtenhagen bis heute.”
Weitere Infos zur Veranstaltung bald auf unserer Homepage.
Mittwoch 15.8., 12 / 19:30 Uhr / Gängeviertel, Valentinskamp 39

 

Avanti-Tresengespräch mit kurzen Filmbeiträgen
“20 Jahre Pogrom Rostock-Lichtenhagen: Bedeutung und Konsequenzen für Gesellschaft und Antifa"

Neofaschistische Angriffe und Morde nahmen in den frühen 1990er Jahren deutlich zu, eine dauerhafte Organisierung gelang den Neonazis vor allem im Osten. Die Ereignisse bdeuteten auch für die antifaschistische Szene ein Umdenken. Dabei wurden teilweise sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen, deren Ansätze sich noch heute in antirassistischer und antifaschistischer Politik zeigen. Eingeladen zum Tresengespräch sind Antifaschist_innen, die aus Ost- und Westdeutschland kommen, sowohl Zeitzeugen sind, als auch heute noch aktiv.

Donnerstag 16.8., 19 Uhr / Centro Sociale, Sternstraße 2

 

Gemeinsame Anreise aus Hamburg zur Kundgebung und Demonstration in Rostock:
Treffpunkt um 7:50 Uhr am Reisezentrum/Hbf (pünktlich!)

 

Aufrufende Organisationen aus Hamburg:
Antifa-Café Hamburg, ATESH – Für eine sozialrevolutionäre Perspektive, Avanti – Projekt undogmatische Linke, Flüchtlingsrat Hamburg, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Kein Mensch ist Illegal Hamburg, Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN / BdA, YXK/Hamburg-Verband der Studierenden aus Kurdistan