Neue Rechte oder alter Konservatismus?

Andreas Kemper zu 'Alternative für Deutschland: Zum Zusammenhang von Marktradikalismus und rechten Positionen'

10.12.2013 18:30
Uni Hamburg, VMP9, Raum S28

Alternative für Deutschland: Zum Zusammenhang von Marktradikalismus und rechten Positionen

 


Die „Alternative für Deutschland“ ist eine junge Partei, doch neu sind deren Positonen damit nicht. Marktradikalismus und die Negierung von Sozialem, wodurch Politik die Menschen nach Nützlichkeit einstuft und jeder auf sich alleine gestellt sein soll, trifft auf Rechtskonservatismus, der die Familie als ‚Keimzelle‘ der Gesellschaft verabsolutiert und gegen sogenannten ‚Multikulturalismus‘ hetzt. Ergebnis ist eine nationalliberale Partei, die durch ihre rechtspopulistischen Positionen offen für die extreme Rechte ist und den Nährboden schafft für Rassismus und rechte Positionen in weiten Teilen der Gesellschaft.
Diese Veranstaltung wird zeigen, wo die ideologischen Ursprünge dieser vermeintlichen „Alternative“ liegen. Nicht erst 2013 fand das rechtskonservative Milieu in Deutschland eine Ausdrucksplattform, schon seit Jahren finden sich in Deutschland Netzwerke, die versuchen auf Parteien, wie FDP und CDU, Einfluss zu nehmen oder mit eigenem Agieren Rechtspopulismus zu schüren. Andreas Kemper ist Soziologe und u.a. Publizist des Buches „Rechte Euro-Rebellion“.

In Raum S28 (im Erdgeschoss), Von-Melle-Park 9 (ehem. HWP), Universität Hamburg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Kritik der Neuen Rechten an der Uni Hamburg.