Aktionen und Bewegungsratschlag

Blockupy Frankfurt

20.10.2012 12:00 - 21.10.2012 18:00
Frankfurt, Auf der Strasse

Die Blockupy-Aktionstage im Mai 2012 markieren einen neuen Abschnitt für die Krisenproteste in Deutschland. Blockupy, das waren freche, ungehorsame, massenhafte und internationale Aktionen mitten im Finanzzent- rum von Frankfurt am Main. Blockupy hat die Verantwortlichen in der Stadt Frankfurt, in der hessischen Landesregierung und bei der Polizei so sehr herausgefordert, dass sie nahezu alle Veranstaltungen verboten haben und zur Durchsetzung dieser absurden Verbote Frankfurt in einen präventiven Ausnahmezustand versetzt haben. Durch die Kurzfristigkeit der Vorbereitung und die Überraschung über das Ausmaß der Repression ist manches nicht so geworden, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber die meisten Gruppen, Organisationen und AktivistInnen waren sich einig: Blockupy 2012 war nur der Anfang - wir kommen wieder!

Deswegen: Am Samstag, den 20.10.2012 wollen wir mit Euch und allen Interessierten öffentlich in Frankfurt am Main diskutieren. Unsere Inhalte wurden uns durch die massenhaften Verbote von Zelten und öffentlichen Veranstaltungsorten im Mai genommen. Und am Sonntag, den 21.10.2012 laden wir zum Aktions- und Bewegungsratschlag ein – für ein Blockupy 2013! Nehmen wir uns die Stadt! Komm und diskutiere mit!

 

Frankfurt am Main, Römerberg, 20.10.2012

12 Uhr: Occupy Democracy Bei der Bankenrettung bleibt auch die Demokratie auf der Strecke. Entdemokratisierung von Entscheidungen, Proteste unterdrücken, ignorieren, aussitzen – das ist die Strategie der Herrschenden. Was setzen wir dagegen? „We are the 99%“ und die Forderung nach „wirklicher Demokratie“? Aber wie könnte eine Demokratisierung der Wirtschaft aussehen? Und wie kommen wir aus der Bedeutungslosigkeit?

15 Uhr: Vom Spardiktat zur Rückgewinnung des Öffentlichen Schuldenbremsen und Spardiktate in ganz Europa. Die Folge: Zerstörung des Bildungs- und Gesundheitswesens, der Altersversorgung, des öffentlichen Nahverkehrs, der Schwimmbäder usw. Wie können wir das Öffentliche zurückgewinnen? Wie können wir unsere Kämpfe lokal, in Europa und global verbinden?

18 Uhr: Wege aus der Krise in Europa Immer neue, immer größere „Rettungspakete“? Griechenland raus aus dem Euro? Oder wie kommen wir aus der Krise? Und was hat die Krise mit Kapitalismus zu tun? Wie könnte ein anderes, demokratisches und soziales Europa aussehen? Und wie setzen wir es durch?

Diskussionen mit Alex Demirovic / Universität Frankfurt Plataforma de los Affectados por la Hypotheca [PAH] /Spanien Moisis Litsis / Griechische Journalistengewerkschaft ESHEA, Kampagne für ein Schuldenaudit Elke Steven / Komitee für Grundrechte und Demokratie Shendi Veli / UniCommon, Italien Jochen Nagel / Vorsitzender GEW Hessen und vielen anderen

 

Aktions- und Bewegungsratschlag "Blockupy 2013", Frankfurt am Main, Römerberg, 21.10.2012

Ab 10.00 Uhr Wir laden zum Aktions- und Bewegungsratschlag am 21.10.2012 nach Frankfurt ein. Gemeinsam mit vielen AktivistInnen und VertreterInnen unterschiedlicher politischer Spektren wollen wir beraten, wie ein nächstes Blockupy 2013 aussehen kann. Dabei geht es u.a. um den Charakter der Aktionen, die Choreografie der Tage, die inhaltliche Bestimmung, die Verbreiterung und weitere Internationalisierung des Bündnisses, die Frage der Unterbringung und natürlich auch um den Termin. Es bleibt weiterhin unsere Aufgabe gegen das europäische Krisenregime, so wie es von der Bundesregierung und der Troika aus EZB, EU und IWF durchgesetzt wird, einen gemeinsamen europäischen Widerstand zu entwickeln. Deswegen wollen wir mit den Ideen und Vorschlägen aus Frankfurt in verschiedene internationale Treffen gehen, die noch im November u.a. in Madrid und Florenz stattfinden. Der Aktions- und Bewegungsratschlag beginnt um 10.00 Uhr mit Inputs – wozu auch die konkreten Aktions- und Terminvorschläge verschiedender AkteurInnen gehören. Es folgt eine erste Plenumsaussprache zu den Überlegungen für Blockupy 2013. Danach soll in Arbeitsgruppen die Ideen zu den Aktionen, zu Camps und Unterbringung, zur Mobilisierung oder zum inhaltlichen Programm genauer besprochen werden können. Am Schluss kommen wir wieder zu einem Plenum zusammen, um gemeinsame Aktions- und Terminvorschläge zu beschließen, die wir in die europäischen Treffen geben können. Ende soll gegen 16.00 Uhr sein.