Selbstdarstellung

Die Stadt AG bei Avanti Berlin

Die Stadt AG gibt es seit Gründung der Ortsgruppe zum Jahresbeginn 2009. Seitdem beteiligen wir uns daran, der Stadtpolitik und den steigenden Mieten in Berlin Widerstand entgegen zu setzen.

Einer unserer Schwerpunkte ist die Bündnisarbeit mit anderen stadtpolitischen Akteuren. Anfangs im Rahmen des Bündnisses „Steigende Mieten stoppen“, im Bündnis „Keine Rendite mit der Miete“ und aktuell unter anderem im „Bündnis Solidarische Stadt“ haben wir verschiedene Aktionen und Demos mitorganisiert.

In der zugespitzten Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist es notwendig, einen stadtweiten Protest gegen die Politik des Senats zu organisieren, die die Stadt immer mehr wie ein Unternehmen führt und sie zur internationalen „Marke Berlin“ ausbauen will. Wir wollen aber eine andere Stadt – eine Stadt, die nach den Interessen der Menschen gestaltet wird.

Jenseits der eigenen Aktionen oder der Mitarbeit in Bündnissen versuchen wir auch, die Debatte um ein Recht auf Stadt mitzuprägen mit unterschiedlichsten Veranstaltungen, zum Beispiel zu Fragen der Organisierung und Mietkämpfen in Berlin und international, zur Reflexion eigener Erfahrungen und Ansätze in Berliner Mieter_innenkämpfen, aber auch zu theoretischen Zugängen oder der politischen Ökonomie der Stadt.

Beim Kotti-„Gecekondu“ sind wir von Anfang an beteiligt. Dort protestieren Bewohner_innen des privatisierten sozialen Wohnungsbaus am Kottbusser Tor, die sich bald wegen horrenden Mietsteigerungen nicht mehr leisten können, in Kreuzberg zu wohnen. Mit dem Camp sind sie seit Sommer 2012 im Dauerprotest. Ein großer Erfolg sind die hier entstandenen sozialen Bande zwischen den Betroffenen, die zu Beginn „nur“ Nachbar_innen waren und die heute zusammen kämpfen. Perspektivisch soll es dabei auch um den Ausbau des sozialen Wohnungsbaubestands in Berlin, dessen Rekommunalisierung und ein neue Form sozialen Wohnungsbaus jenseits der Subvention von Investoren der vergangenen Jahrzehnte gehen.

Seit Anfang 2013 knüpfen wir verstärkt Kontakte zu stadtpolitischen Gruppen in anderen Städten in Deutschland. Ein erster gemeinsamer Erfolg war eine Aktionswoche im Juni 2013, die mit zahlreichen Demonstrationen und Veranstaltungen der Auftakt unserer bundesweiten Zusammenarbeit war.

Auf all diesen Ebenen sehen wir es als unsere Aufgabe, dafür zu streiten, nicht bei realpolitischen Forderungen stehenzubleiben, sondern langfristig eine Vergesellschaftung von Wohnraum zu erkämpfen. In diesem Sinn verstehen wir auch unsere Alltagspolitik als interventionistischen Schritt hin zu einer anderen Gesellschaftsform (manche nennen sie Kommunismus).

Wir sind erreichbar über berlin@avanti-projekt.de