18/10/2011Bundesweit

Die rechtspopulistische Parteienlandschaft in Westeuropa blüht: In Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland, Österreich, der Schweiz - überall erreichen rechte Parteien mit rassistischen Kampagnen und Positionen mittlerweile einen hohen Stimmenanteil. In Deutschland hat bisher keine rechtspopulistische Partei eine vergleichbare Zustimmung bekommen. Jedoch findet die Stimmungsmache gegen "Pleite-Griechen", "Sozialschmarotzer" und "Integrationsverweigerer" in den Massenmedien und etablierten Parteien statt. Um sich mit diesen Zusammenhängen auseinander zusetzen und in die Diskussion über mögliche Gegenstrategien zu kommen, macht AVANTI Projekt undogmatische Linke - mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung -in verschiedenen Städten eine Veranstaltungsreihe zum Thema antimuslimischer Rassismus. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und auf lebhafte Debatten.

12/10/2011Überregional

Die rechtspopulistische Parteienlandschaft in Westeuropa blüht: In Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland, Österreich, der Schweiz - überall erreichen rechte Parteien mit rassistischen Kampagnen und Positionen mittlerweile einen hohen Stimmenanteil. In Deutschland hat bisher keine rechtspopulistische Partei eine vergleichbare Zustimmung bekommen. Jedoch findet die Stimmungsmache gegen "Pleite-Griechen", "Sozialschmarotzer" und "Integrationsverweigerer" in den Massenmedien und etablierten Parteien statt.

Rechtspopulismus funktioniert über die Konstruktion von "Fremdgruppen", deren Stigmatisierung und Ausgrenzung. In den letzten zehn Jahren ist dabei der antimuslimische Rassismus zum zentralen Motiv im Rechtspopulismus geworden. Menschen, denen zugeschrieben wird, sie wären muslimischen Glaubens, werden anhand stereotyper Merkmale zu einer kulturell homogenen Personengruppe zusammengefasst.  Antimuslimische Ausgrenzungsmechanismen spielen in unterschiedlichen Debatten wie zur 'Sozialen Frage', zur 'Inneren Sicherheit' aber auch in der Positionsbestimmung einer 'westlichen' Außenpolitik eine Rolle. 'Antimuslimisch' ist dieser Rassismus, weil er gezielt gegen Personen eingesetzt wird, die einem entsprechenden 'Kulturraum' zugewiesen werden: Nämlich dem der 'islamischen Länder', die in einer scheinbaren Wertekonfrontation 'dem Westen' gegenübergestellt werden. Eine "Überfremdung" durch Moscheen und Minarette wird  von Rechtspopulist_innen und Konservativen befürchtet. Dagegen wird die "Wertegemeinschaft des christlichen Abendlandes" beschworen. Selbst Konservativen dienen "Homophobe Moslems" und "unterdrückte Frauen" dabei als Abgrenzungsobjekte zur Festigung einer nationalen Identität und zur sozialen Ausgrenzung und Marginalisierung. Der Kunstgriff ist es hierbei mit den Werten der Aufklärung und Liberalität Rassismus und Ausgrenzung zu rechtfertigen. 

Auf dieser Grundlage entsteht vor unseren Augen ein organisiertes Ressentiment, dessen mörderisches Potenzial sich durch den Terror in Oslo zeigte. Im Zuge einer Verschärfung von Wirtschafts- und Eurokrise entsteht eine ideologische Gemengelage, die wir bereits jetzt ernstnehmen müssen.

Um sich mit diesen Zusammenhängen auseinander zusetzen und in die Diskussion über mögliche Gegenstrategien zu kommen, macht AVANTI in verschiedenen Städten eine Veranstaltungsreihe zum Thema antimuslimischer Rassismus. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und auf lebhafte Debatten.

04/10/2011Hannover
01.11.2011 19:00
Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

"Enjoy Tolerance" lautet das Motto einer aktuellen Werbekampagne von Pro 7. doch verfestigen sich rassistische DEnkmuster nicht durch die "Toleranz gegenüber dem Multikulturalismus"? Ist hier "Integration" nicht die einzige logische Konsequenz? Welche Kritik am Begriff "Integration" formulieren wir eigentlich? Bietet das KOnzept "Interkultur" eine bessere Perspektive?

04/10/2011Berlin
28.11.2011 19:00 - 22:00
K9 Cafe Größenwahn

 

Rechtspopulistische Parteien erzielen in vielen Ländern Europas zweistellige Wahlergebnisse, sind in Regierungen vertreten, oder üben massiven Einfluss aus. Ihre Hetze richtet sich gegen „Islam“, „Ausländer“, „Sozialschmarozer“ aber auch gegen „die EU“. Sind solche extrem rechte Bewegungen „Pathologien moderner Industriegesellschaften“? Welche Rolle spielen die gesellschaftliche Veränderungen durch den Neoliberalismus? Welche Ansätze taugen zur Erklärung des Anwachsens dieses spezifischen Politik- und Organisationsmodus?

 

Referent: Alexander Häusler, Dipl. Soz.-Wiss.

Alexander Häusler ist Herausgeber des Sammelbandes: „Rechtspopulismus als ‚Bürgerbewegung‘. Kampagnen gegen Islam und Moscheebau und kommunale Gegenstrategien“, Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2008

19/08/2011Berlin
03.09.2011 12:00 - 20:00
Berlin, diverse Orte

Die angekündigte Demonstration von Pro Deutschland konnte am 28.8. trotz einiger Proteste stattfinden. Dennoch hat sich nur ein kümmerliches Häuflein zu der Demonstration eingefunden, ein Bus aus NRW, insgesamt kaum mehr als 150 RassistInnen.

Fotos I, Fotos II

21/07/2011Berlin
22.07.2011 21:00
Heinrichplatz, Berlin-Kreuzberg
Vor ein paar Tagen hat Thilo Sarrazin mit einem Kamerateam des ZDF Kreuzberg
besucht. Dabei ist er überall auf Wut und Empörung gestoßen. Freitagabend wird die Dokumentation über Sarrazins Kreuzberg-Besuch im ZDF gezeigt. Um der laufenden Medienhetze etwas entgegenzusetzen, findet ab 21 Uhr am Heinrichplatz eine öffentliche Versammlung statt, mit vielen Beiträgen linker Initiativen aus Kreuzberg. Wir werden auch die Dokumentation des ZDF zeigen und kritisch kommentieren. Kommt vorbei!
20/09/2010Berlin
04.10.2010 19:00 - 22:00
Berlin

Die Debatte um "Integrationsverweigerer" läuft auf Hochtouren ihnen sollen soziale Leistungen gekürzt oder sie gleich ausgewiesen werden, wie SPD-Chef Gabriel gerade vorschlug. Die "neue Debatte" um Integration wird momentan so repressiv gerahmt; die etablierten Parteien versuchen sich mit einem "hartem Kurs" zu profilieren. Sarrazin und die Bild-Zeitung können sich ins Fäustchen lachen.

Veranstaltung mit Prof. Dr. Achim Bühl, Autor des Buches "Islamfeindlichkeit in Deutschland. Ursprünge, Akteure, Stereotypen"

im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Havemann-Saal Greifswalder Str. 4.

08/09/2010Hamburg
14.09.2010 19:00
Werkstatt 3, Nernstweg 32

Diskussionsveranstaltung mit
Bernhard Müller, Redakteur von Sozialismus,
Felix Krebs, Avanti – undogmatische Linke

Auch wenn bei den extrem Rechten in Deutschland die politischen Erfolge in den letzten Wahlen ausgeblieben sind, so bleiben sie doch eine Bedrohung.

Felix Krebs wird zunächst über die extrem rechten Parteien NPD, DVU, die Hamburger Neonaziszene, Burschenschaften und Verbindungen informieren. Danach gibt Bernhard Müller einen Überblick zu den rechtspopulistischen Tendenzen in verschiedenen europäischen Ländern.

15/06/2010Berlin
17.07.2010 11:00 - 18:00
Berlin, Rathaus Schöneberg

Am 17. Juli will die rechtspopulistische "pro Deutschland" ihren Bundesparteitag im Rathaus Schöneberg abhalten. Es haben sich Gäste vom den rechten Parteien aus Belgien und Frankreich, Vlaams Belang und Alsace d’abord (Elsass zuerst) angekündigt. Es hat sich ein Bündnis gebildet, um gegen den Parteitag zu protestieren.

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