21/05/2013Berlin
25.05.2013 14:00 - 18:00
Wilhelmstr/Hannah Arendt Str.

Unmittelbar nach der deutschen Einheit führte eine rassistische Medien- und Gewaltkampagne zur Abschaf­fung des Grundrechts auf Asyl. Neonazis, unbescholtene Bürger und die etablierten Parteien zogen an ei­nem Strang und verkündeten unisono, dass in Deutschland kein Platz mehr sei für Asylsuchende. Noch während des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen vereinbarten CDU/CSU, FDP und SPD die Grundgesetz­änderung. Am 26. Mai 1993 wurde schließlich der Grundgesetzartikel 16 ge­strichen, der – als politisches Be­kenntnis nach dem Nationalsozialismus –, allen “politisch Verfolgten” einen Rechtsanspruch auf Asyl einge­räumt hatte. Ersetzt wurde er durch den Abschiebe-Artikel 16a. Neonazis sahen sich bestätigt und feierten die Ent­scheidung drei Tage später mit einem Brandanschlag auf das Haus der Solinger Familie Genç. Dabei star­ben fünf Menschen: Hatice Genç, Hül­ya Genç, Saime Genç, Gürsün İnce und Gülüstan Öztürk. Vierzehn weitere wurden teils schwer ver­letzt.

Mehr Informationen

Aufruf

Weitere Aktionen im Vorfeld der Demo

 

13/03/2013Berlin
23.03.2013 14:00 - 18:00
Oranienplatz

Die Flüchtlingsproteste seit dem März 2012 haben sich in ganz Deutschland verbreitet und durch ihre Ausdauer und Entschlossenheit ein Zeichen gegen Rassismus, Residenzpflicht, Lagerunterbringung und Abschiebungen gesetzt. Wir solidarisieren uns mit den Protesten und rufen dazu auf die Demonstration am 23.3. zu unterstützen.

Refugeesrevolution

Asylstrike

22/11/2012Berlin
04.12.2012 19:00 - 22:00
Cafe Hofperle, Neukölln

Veranstaltung am 04. Dezember 2012 in Berlin: Wie durch das Zusammenspiel von (Nicht-) Ermittlungen und gesellschaftlichem Rassismus eine Mordserie erst möglich wurde.

Rassismus spielt bei den (Nicht-)Ermittlungen gegen den NSU eine große Rolle. Vielleicht die entscheidende. Berichte von Betroffenen bezeugen, dass die Fragen der Ermittler sich immer auf die Grundannahme stützten, die Opfer seien selbst schuld ...

 

 

Unglaubliche Aktivitäten wurden entwickelt um das nahe Liegende nicht zu sehen. Nämlich dass in einer rassistischen Gesellschaft rassistische Morde stattgefunden haben und stattfinden. Der Austausch über unsere Möglichkeiten dem entgegen zu treten ist neben der Analyse der rassistischen Ermittlungen Ziel der Veranstaltung.

Kutlu Yurtseven wohnt in der Kölner Keupstraße in der eine Nagelbombe des NSU explodierte und ist Musiker der Microphone Mafia

Heike Kleffner ist Journalistin und Referentin für die Linksfraktion für den NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag

Miraz Bezar besucht den Untersuchungsausschuss und hat sich mit der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink beschäftigt. Er ist Theater- und Filmemacher

07/11/2012Bundesweit

Am 3. November veranstaltete das Hamburger Bündnis gegen Rechts eine Demonstration, über 1000 Menschen beteiligen sich, am 4.11. fanden bundesweit Aktionen zum Jahrestag des Auffliegens des NSU statt. In Gedenken an die vom NSU Ermordeten. Das Problem heißt Rassismus lautete das Motto der Demonstration von Kreuzberg zum Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum in Berlin-Treptow, an der ca 3500 Menschen teilnahmen.

Avanti hat sich intensiv an der Vorbereitung beteiligt und auch ein Flugblatt geschrieben (als PDF). Auch von der Interventionistischen Linken ist ein Flugblatt entstanden.

Presseberichte: jw, neues deutschland, taz,Tagesspiegel, Berliner Zeitung, tagesschau, NDR, heute, RBB, Stern, tagesschau II, taz II, SPON, Junge Welt II  neues deutschland II, neues deutschland III tagesthemen, Hamburger Abendblatt, Die Zeit, Die Zeit Video, n-tv, ZDF, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Locus, BZ, N24

Fotos: I,II

16/10/2012Berlin
04.11.2012 14:00 - 19:00
Oranienplatz (Refugee-Camp)
Aufruf für den bundesweiten Aktionstag am 04.11.2012 – ein Jahr nach dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie

 

In Gedenken an die Opfer des NSU – Das Problem heißt Rassismus! Schluss mit der Vertuschung!

13 Jahre lang konnte eine Neonazigruppe ungehindert im Untergrund agieren, 10 Menschen ermorden und Unzählige durch Bombenanschläge verletzen. Ihr Motiv: Rassismus!

Vor ungefähr einem Jahr, am 4. November 2011, ist diese Mordserie durch den Tod von zwei Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Verbindung zwischen einer rassistischen Motivation und diesen Morden kann nicht mehr geleugnet werden.

Für das Bündnis gegen Rassismus steht außer Zweifel, dass es eine staatliche Mitverantwortung an den NSU-Morden und an der politischen Stimmung gibt, die nicht “nur” diese Morde und Anschläge ermöglicht haben.

Rassismus in Deutschland ist kein Randphänomen, das sich an einen rechten, “extremistischen” Rand der Gesellschaft verschieben lässt. Er ist in der Mitte der Gesellschaft vorhanden und hatStruktur sowie Methode. Dass sich auch nach dieser Mordserie nichts im Bewusstsein vieler Menschen verändert hat, verdeutlichen folgende Beispiele: 20 Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen kämpfen Asylsuchende immer noch für elementare Menschenrechte in Deutschland, werden Roma stigmatisiert sowie in eine unsichere Zukunft abgeschoben und der Neuköllner Bürgermeister sowie Freund Sarrazins, Heinz Buschkowsky, diffamiert und kriminalisiert in seinem Stadtteil lebende Menschen.

Wir stellen uns aktiv gegen Rassismus in dieser Gesellschaft. Nur wenn wir innerhalb der Gesellschaft Rassismus bekämpfen, können solche Morde und Vertuschungen verhindert werden. Wir wollen in einer anderen Gesellschaft leben! Wir haben genug Rassismus in den Institutionen, in der Politik und im Alltag erfahren. Es reicht!

  • Konsequente Bekämpfung des Rassismus in all seinen Facetten in Politik, Alltag und Institutionen!
  • Abschaffung des Verfassungsschutzes!
  • Abschaffung aller ausgrenzenden Gesetze!
  • Schluss mit der diffamierenden und kriminalisierenden „Integrationsdebatte“!
  • Für eine rassismusfreie, gerechte, emanzipierte und solidarische Gesellschaft!

türkçe Presseberichte: jw, neues deutschland, taz,Tagesspiegel, Berliner Zeitung, tagesschau, NDR, heute, RBB, Stern, tagesschau II, taz II, SPON Junge Welt II

Demonstration und Abschlusskundgebung in Berlin: Sonntag, den 4.11.2012

Treffpunkte:

14h Auftaktkundgebung am Refugee Protest Camp am Oranienplatz 15:30h Zwischentreffpunkt am Schlesischen Tor

17h Abschlusskundgebung vor dem BKA, Am Treptower Park 5-8

17/09/2012Berlin
06.10.2012 19:00
Berlin-Neukölln, k-fetisch, Wildenbruchstr. 86

Die faschistische Partei „Chrysi Avgi“ (Goldene Morgenröte) ist in Umfragen momentan drittstärkste Partei in Griechenland. Seit den Parlamentswahlen im Juni gelingt es ihnen immer stärker die politische Agenda zu bestimmen. Rassistische Gewalt ist Alltag, Morde und Mordversuche an MigrantInnen häufen sich im ganzen Land.ordversuche an MigrantInnen häufen sich im ganzen Land. Der „goldenen Morgenröte“ gelingt es, sich als radikale „anti-establishment“ Partei zu gerieren und aus der desaströsen Lage in Griechenland Kapital zu schlagen. Offene Gewalt und pseudosoziales Handeln sind die Mittel zur Verankerung der Faschisten.

13/08/2012Berlin
17.08.2012 17:00 - 19.08.2012 18:00
Blücherplatz (U-Hallesches Tor)

Vernetzung gegen Rassismus bundesweit organisieren!

Wir unterstützen das Festival gegen Rassismus.

Mobivideo online!

Seit 1990 starben mindestens 180 Menschen in Deutschland durch Angriffe von Nazis und Rassist_innen. 10 Jahre lang konnte der „NSU“ ungehindert rauben und Menschen wegen ihrer vermeintlichen Herkunft ermorden. Dies ist aber lediglich die Spitze des Eisberges – die Spitze der Auswirkungen eines breit in der Gesellschaft verankerten Rassismus, dem tagtäglich Menschen wegen ihrer zugeschriebenen Herkunft, ihrer Religion, ihrer Lebensweise oder dem sozialen Status ausgesetzt sind. Rassismus bestimmt den Alltag dieser Menschen in Deutschland: auf der Straße, in den Medien und vor allem in Institutionen und durch Gesetze.

Vom 17. bis 19. August veranstaltet deshalb ein breit angelegtes antirassistisches Bündnis ein „Festival gegen Rassismus“, das am Blücherplatz in Berlin Kreuzberg stattfinden wird. Ziel ist die Schaffung einer bundesweiten Plattform zur Vernetzung von rassismus-kritischen Gruppen und Initiativen. Diese Plattform könnte die Chance bieten, eine breite Gegenöffentlichkeit zum herrschenden Diskurs in Deutschland herzustellen.

Auf dem Festival werden Workshops, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen stattfinden, in denen Raum für kritisch-reflektierte Auseinandersetzungen zum Engagement gegen Rassismus eröffnet wird. Das vielfältige Musikprogramm wird dem Festivalanliegen eine künstlerische Bereicherung sein.

Es gibt unzählige Impulse, Ereignisse und politische Debatten, die uns dazu bewegt haben, zusammen ein solches Festival auf die Beine zu stellen: jene “weißdominierten” Diskurse der so genannten Mehrheitsgesellschaft über „Integration“ als Dominanzverhältnis, die „Islamdebatte“, Migration und Zuwanderung, Aufenthaltsstatus, Asylrecht und Menschenrechte sowie vieles mehr.

Dass parallel zu unserem Festival nun die Rassist_innen und Sozialchauvinist_innen von “Pro Deutschland”, eine der rechtspopulistischen Kleinstparteien, im selben Zeitraum ein “Wochenende der Superlative” in Berlin ankündigen und dabei genau von diesem breit in der Gesellschaft verankerten Rassismus profitieren wollen, verwundert dann kaum noch.
Für uns gehören das Agieren zu und das Reagieren auf Rassismus zusammen. Für das Agieren steht das “Festival gegen Rassismus”, dass das Thema Rassismus im gesamtgesellschaftlichen Kontext weit über rechtspopulistische und rassistische Kleinst- bzw. Splitterparteien hinaus thematisiert und problematisiert. Wir thematisieren Rassismus im gesamtgesellschaftlichen Kontext, welcher weit über rechtspopulistische, rassistische Strömungen hinaus reicht und in der „Mitte der Gesellschaft“ verankert ist.

03/08/2012Hamburg

Vor 20 Jahren griff ein rassistischer Mob, angeheizt durch Medien und etablierte Politik, unterstützt und angeleitet von organisierten Neonazis, in Rostock-Lichtenhagen Unterkünfte von MigrantInnen und Flüchtlingen an. Die Bilder gingen um die Welt. Die Ereignisse bedeuteten einen Paradigmenwechsel für die sich im nationalistischen Wiedervereinigungs-Taumel befindliche BRD. Nur wenige Wochen nach dem Pogrom das Grundrecht auf Asyl mit breitem Konsens abgeschafft. Rassismus und Nationalismus entluden sich weiterhin ungehemmt und sind noch bis heute in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen in weiten Bevölkerungskreisen vertreten. Für die beteiligten Organisationen ist dies Anlass in Veranstaltungen und Aktionen an das Pogrom vor 20 Jahren zu erinnern, sowie Rassismus und Neofaschismus in Deutschland damals wie heute als auch mögliche Gegenstrategien zu diskutieren.

Fr, 3.8., 20 Uhr: Antifa-Café in der Hafenvokü (Hafenstraße 116) mit Infoveranstaltung zur Demo/Kundgebung in Rostock am 25.8.

So, 12.8., 20 Uhr: Film und Diskussion "The truth lies in Rostock" im 3001-Kino (Schanzenstraße), Dokumentation von 1993

Mi, 15.8., 19.30 Uhr: Veranstaltung im Rahmen der AtesH-Kneipe im Gängeviertel (Valentinskamp 39), mehr Infos

Do, 16.8., 19 Uhr: Avanti-Tresengespräch im Centro Sociale (Sternstraße 2) "20 Jahre Pogrom Rostock-Lichtenhagen: Bedeutung und Konsequenzen für Gesellschaft und Antifa"

Sa, 25.8., 7.50 Uhr: Anreise aus Hamburg zur Demonstration
nach Rostock (Reisezentrum Hauptbahnhof)

23/07/2012Lübeck
12.08.2012 14:00 - 18:00
VeB, Walli, Willy-Brandt-Allee 9

Im Antifa-Café - geöffnet ab 14 Uhr - zeigen wir ab ca. 16 Uhr die Film-Dokumentation "The truth lies in Rostock" (Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock), die die Geschehnisse von damals nachzeichnet. Danach wollen wir über die gemeinsame Anreise aus Lübeck zur Demo nach Rostock sprechen.

11/07/2012Bundesweit
25.08.2012 14:00 - 18:00
Rostock, S-Lütten Klein

Im Jahr 1992 tobte sich in Rostock-Lichtenhagen vier Tage lang ein gewalttätiger deutscher Mob an Migrant_innen aus. 20 Jahre später leben wir in einem Land, in dem es möglich war, dass Nazi-Terrorist_innen unbehelligt mindestens zehn Menschen, darunter neun Migrant_innen, ermorden. Sämtliche Strafverfolgungsbehörden konzentrierten sich darauf, die Opfer zu Tätern zu machen und im „kriminellen Ausländermilieu“ nach den Verantwortlichen zu suchen. Die Klammer für beide Ereignisse: Rassismus. Damals wie heute herrscht er in weiten Teilen der Bevölkerung, in Politik und Institutionen.

Das Bündnis „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus“, das aus verschiedenen Zusammenhängen besteht - Antifagruppen, Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Vereinen und andere Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet - möchte deshalb im August nicht nur an das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen und dessen Folgen erinnern. Auch die deutschen Zustände im Jahr 2012 gilt es zu kritisieren und zu bekämpfen. Avanti beteiligt sich an dem Bündnis, welches am 25.8 die Demo um 14 Uhr S-Bahn Lütten-Klein veranstaltet. Um 11 Uhr findet eine Kundgebung in der Innenstadt statt. Der Aufruf kann hier nachgelesen werden.

Veranstaltungen in Bremen / Hamburg / Lübeck

Anreise: Berlin 7.00 Uhr Südkreuz, Hamburg 7.50 Uhr Reisezentrum HBF, Kiel 7.30 Uhr HBF, Lübeck 8.45 Uhr HBF, Bremen fährt Bus  

 

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